"Ältere Ältere" im Fokus

comeback50 widmet sich 2012 verstärkt Personen, die älter als 55 Jahre alt sind. Hintergrund ist die Tatsache, dass Vermittlungen bei „älteren Älteren“ stetig abnehmen.Besonders stark betroffen sind Frauen sowie Männer über 60. Dieser Problematik wird indiesem Jahr besondere Aufmerksamkeit gewidmet, und speziell auf diese Gruppe ausgerichtete neue Ansätze sollen bessere Ergebnisse bringen. In gezielten individuellen Ansätzen und speziellen Workshops wird diese Gruppe besonders gefördert. Die geplanten Workshops umfassen folgende Module:
- Im Alltag kein Platz für Arbeit?
- Ein Neubeginn,
- Individuelle Motivationsarbeit und Perspektiventwicklung,
- Alt und wertvoll – die sich verändernde Bedeutung älterer Arbeitnehmer/-innen im Arbeitsmarkt,
- Individuelle Integrationsplanung – Methoden der Arbeitsmarktanalyse,
- Existenzgründung im Alter,
- Neue berufliche Perspektiven durch Ehrenamt,
- Kommunikation, Konfliktbewältigung, Persönlichkeitstraining,
- Rente – Rentenberatung durch die DRV,
- Krankenkasse –Beratung durch KK-Vertreter,
- Geld im Alter.
Die Workshops dauern in der Regel einen Tag und werden von qualifizierten Experten durchgeführt.
Alle Module werden durch gesundheitsfördernde Elemente wie z. B. kleine Bewegungspausen
und Gesundheitsübungen begleitet.


Punktgenau Landung: Jahresergebnis 2011

137 Vermittlungen, comeback50 ist mit einer Quote von 98% genau da gelandet, wo es laut Plan hin sollte. Laut Soll-Zahl waren 140 geplant. Unter den Vermittelten waren 37% Frauen. Besonders er­freulich ist, dass rund ein Drittel einen unbefristeten, sozialversicherungspflichtigen Job gefunden hat. Außerdem konnten 43 Teilnehmende dank comeback50 einen Minijob antreten. Insgesamt wurden 298 Teilnehmende aktiviert. Sie durchliefen meist mehrere Angebote, dazu zählten vor allem individuelle Coachings (524 Teilnahmen), Eignungsfeststellungen (546) und Qualifizierungen (349).


Volle Zielerreichung im Bundesprogramm "Perspektive 50plus"

78 regionale Beschäftigungspakte vermitteln 2011 über 70.000 ältere Langzeitarbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt

Mehr als 70.000 ältere langzeitarbeitslose Frauen und Männer sind seit Anfang 2011 durch das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Bundesprogramm "Perspektive 50plus" wieder in Beschäftigung gekommen. Damit wurden die für das Jahr 2011 gesteckten Ziele erreicht und leicht übertroffen. Insgesamt haben die im Bundesprogramm eigenverantwortlich agierenden 78 regionalen Beschäftigungspakte, zu denen auch "Reife Leistung! Süderelbe packt an" als Umsetzungsorganisation gehört, über 200.000 langzeitarbeitslose Frauen und Männer mit individuellen und auf die Regionen angepassten Maßnahmen erreicht.
Insgesamt konnten die Akteure in den 78 Paktregionen im vergangenen Jahr rund 37 Prozent der etwa 550.000 als langzeitarbeitslos registrierten Frauen und Männern über 50 Jahre ansprechen und mit zahlreichen, qualifizierten Maßnahmen unterstützen. So gesehen profitierte jeder Dritte aus der Zielgruppe von den Angeboten des Bundesprogramms. Der Anteil der vermittelten Frauen gemessen an den gesamten Vermittlungszahlen im Bundesprogramm "Perspektive 50plus" entspricht 43 Prozent. Positiv fällt weiterhin auf, dass nur 34 Prozent der geschlossenen Beschäftigungsverhältnisse in 2011 durch einen Lohnkostenzuschuss gefördert wurden. Damit nimmt die finanzielle Förderung des beruflichen Wiedereinstiegs von älteren Langzeitarbeitslosen im Vergleich zu den Vorjahren tendenziell ab (2009: 50 Prozent; 2010: 49 Prozent).
Maßgeblich zum guten Gesamtergebnis des vergangenen Jahres beigetragen hat die praktisch flächendeckende Ausweitung des Bundesprogramms. Mit dem Start der dritten Programmphase am 1. Januar 2011 ist die Anzahl der beteiligten Grundsicherungsstellen von 349 auf rund 420 gestiegen. Regionale Beschäftigungspakte verrichten ihre Arbeit für mehr Beschäftigung Älterer damit inzwischen in über 95 Prozent des gesamten Bundesgebietes.


Broschüre dokumentiert Beispiele und Zahlen

Da ist der 58-Jährige, der als gelernter Weber und LKW-Fahrer drei Jahre arbeitslos war. Eigentlich ein schwieriger Fall. Doch Dank comback50 konnte er 2011 eine Stelle als Produktionshelfer finden. Beispiele wie diese führt die neue Broschüre "Zurück ins Arbeitsleben" der Beschäftigungsinitiative auf. Hinzu kommen viele überzeugende Zahlen, z.B. dass 68 Prozent aller Vermittelten eine Vollzeitstelle finden konnten. Seit 2009 hat comeback50 929 Personen betreut, davon konnten 280 in Arbeit vermittelt werden. Wer die 26 Seiten des Heftes durchgelesen hat, wird endgültig vom Projekt überzeugt sein!
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Was verbirgt sich hinter dem Begriff Perspektive 50plus?

„Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ ist ein Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Verbesserung der Beschäftigungschancen älterer Langzeitarbeitsloser. Neben den Potenzialen der Wirtschaft und der Länder soll auch die Gestaltungskraft und Kreativität der Regionen stärker als bisher zur beruflichen Eingliederung älterer Langzeitarbeitsloser genutzt werden. Bundesweit haben sich 62 Beschäftigungspakte gebildet, die an der Umsetzung dieses Ziels mit gutem Erfolg arbeiten.
Seit dem 01. Juli 2009 ist auch der Kreis Borken mit seinem jobcenter im Kreis Borken Mitglied der Initiative Perspektive 50Plus.

Wer setzt die Ziele um?

Die Service-Punkte ARBEIT, die in jeder Stadt und Gemeinde des Kreises angesiedelt sind, kümmern sich um die Betreuung arbeitsloser Menschen, insbesondere der Menschen, die bereits seit längerer Zeit arbeitslos sind und aus eigenen finanziellen Mitteln ihren Lebensunterhalt vorübergehend nicht bestreiten können. Darüber hinaus ist das Ziel, für alle Beteiligten am Arbeitsmarkt die Situation insgesamt zu verbessern: nicht nur für Arbeitnehmer und deren Familien, sondern auch für Arbeitgeber sollen neue Perspektiven erschlossen werden. im Rahmen der Inbitiative Perspektive 50plus wurden für den Nordkreis die Berufsbildungsstätte Westmüsterland und für den Südkreis die Akademie Klausenhof mit der Durchführung des Projekts beauftragt.

Wer profitiert von diesem Projekt?

Unter den arbeitslosen Teilnehmern des Projekts sind etliche, die wegen ihres Alters große Probleme haben, wieder eine neue Arbeitsstelle zu finden. Dies ist vor allem deswegen bedauerlich, weil die Betriebe damit auf für sie wichtige Eigenschaften wie Lebenserfahrung, Motivation, Einsatzbereitschaft und Disziplin verzichten. Besonders die fachlichen Erfahrungen, die von einer Generation an die nächste weitergegeben werden können, sind ein unwiederbringlicher Schatz, auf den zu verzichten man sich kaum leisten kann.

Die Teilnehmenden

An diesem Punkt setzt das Projekt comeback50 an:
Es hat zum Ziel, Menschen, die 48 Jahre und älter sind, wieder in Arbeit zu bringen. Das ist zugegeben keine große Neuigkeit; das Besondere an diesem Projekt im Vergleich zu früheren ist jedoch, dass der Teilnehmer als einzelner Mensch ganzheitlich mit seinen Stärken und Schwächen in den Blick genommen wird und nach einem ausgiebigen Profiling eine individuelle Förderkette ausgearbeitet bekommt. Diese beschäftigt sich nicht nur mit der Förderung in beruflicher Hinsicht durch Umschulung oder Weiterbildung, sie wird ergänzt durch fachliche Beratung und Unterstützung sowohl im Bereich Gesundheit, Ernährung und Persönlichkeit als auch durch Hilfen bei Schulden oder Suchtproblemen. Nach erfolgreicher Vermittlung endet die Förderung nicht, sondern es stehen, wenn gewünscht, Mitarbeiter bereit, die die erste Zeit im neuen Arbeitsverhältnis mit Rat und Tat begleiten. Mehr...

Die Arbeitgeber

Nicht nur deswegen ist das Projekt auch für Arbeitgeber interessant:
Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels kann es sich kaum ein Betrieb leisten, auf die Erfahrungen der älteren Generationen zu verzichten. Junge Arbeitnehmer und Auszubildende profitieren nicht nur von dem Fachwissen ihrer älteren Arbeitskollegen, sondern auch von deren Lebenserfahrung, Motivation und Identifikation mit dem Betrieb. Wir unterstützen Unternehmen, indem wir für Arbeitgeber einen möglichst passenden Arbeitnehmer finden, den wir gezielt auf das neue Tätigkeitsfeld fortbilden; dieser Service ist für den Arbeitgeber kostenlos.

Um beiden Seiten die Möglichkeit zu eröffnen, sich im laufenden Arbeitsprozess besser kennen zu lernen, kann der Projektteilnehmer für einige Zeit im Berieb mitarbeiten, ohne dass dem Arbeitgeber hierdurch Kosten entstehen. Da bei einem beruflichen Wiedereinstieg nach längerer Arbeitslosigkeit die Einarbeitungsphase sich u.U. etwas aufwändiger ist, fördert der jobcenter im Kreis Borken neue Beschäftigungsverhältnisse mit älteren Arbeitnehmern durch einen Eingliederungszuschuss. Mehr...

ein Projekt des
Aktuelles

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Mai 2012
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Ältere Ältere" im Fokus
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März 2012
Punktgenau Landung: Jahresergebnis 2011
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Januar  2012
Bundesweit 70.000 Menschen vermittelt
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Dezember 2011
Neue comeback50-Broschüre erschienen
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November 2011
Kreativität und Phantasie als Erfolgsrezept - Kinoevent mit Karl Schieweling
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Oktober 2011
Vorankündigung: Klappe die 50. - Kino-Event in Ahaus
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September 2011 Betriebsbesichtigung bei iglo
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Juli 2011  Mobilitätswoche des NRRW-Pakts: comeback50 macht mit
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Juni 2011  Vom arbeitslosen KFZ-Meister zum Berufsschullehrer - Beispiel einer geglückten Integration.
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Mai 2011  Service-Punkt ARBEIT heißt jetzt Jobcenter im Kreis Borken / Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis Borken geht weiter zurück . Aktuelles

März 2011  Erfolgreiche comeback50-Bilanz 2010: Insgesamt 145 Vermittlungen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen. Aktuelles

März 2011 Das  neue Jahresprogramm 2011 mit Trainings und Workshops für den Südkreis ist erschienen: Download


Dezember 2010 
Comeback50 kann die 100. Vermittlung  melden: Gabriele Dües (58) hat eine Stelle als Stationsassistentin gefunden. Aktuelles

April 2010 Als Botschafter 50plus für comeback50 konnte Gerd Wiesmann gewonnen werden. Er  war ab 1969 ununterbrochen Mitglied des Borkener Kreistages und seit der Kommunalwahl 1999 bis Oktober 2009 hauptamtlicher Landrat des Kreises Borken. 

August 2009 Gesundheitstag in der Akademie Klausenhof

Juli 2009
Start des Projekts comeback50 im Kreis Borken!

Haben Sie Fragen?
Susanne Woldering
jobcenter im Kreis Borken - comeback50
Burloer Str. 93
46 325 Borken
0 28 61 / 82 12 45
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