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Willkommen bei comeback50


Neuauflage der Broschüre "Zurück ins ArbeitsLeben 2.0"


Krönender Jahresabschluss - Betriebe aus dem Kreis als "Unternehmen mit Weitblick 2014" ausgezeichnet

Bildzeilen: Preisträger und Gratulierende: (v. links) Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster, Landrat a.D. Gerd Wiesmann, Prof. Dr. Olaf Arlinghaus, Karin Leiting (TRAPO), Hans-Günther Wilkens (Lebenshilfe), Ludger Gausling (Gausling GmbH), Karl Alteepping (AL-Metall), Susanne Woldering (Projektleisterin „comeback50“), Dr. Hans Amendt (Akademie Klausenhof), Patrick Bellen (Bellen Transporte), Bernhard Könning (BBS) Preisträger: (von links): Karin Leiting (TRAPO), Hans-Günther Wilkens (Lebenshilfe), Ludger Gausling (Gausling GmbH), Karl Alteepping (AL-Metall), Patrick Bellen (Bellen Transporte).


Der Kreis Borken hat sieben Firmen aus dem Kreisgebiet als „Unternehmen mit Weitblick 2014“ geehrt. Diese Arbeitgeber stellen sich der besonderen Herausforderung des demografischen Wandels und richten sich mit ihrer Personal- und Unternehmenspolitik auf ältere Arbeitnehmer ein. Die Auszeichnung ist Bestandteil des Bundesprogramms „Perspektive 50plus“ und fand im Rahmen des kreisweiten Projekts „comeback50“ statt. Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster übergab gemeinsam mit „comeback50“-Projektbotschafter und Landrat a.D. Gerd Wiesmann in der Akademie Klausenhof in Rhede die Preise.

Allen Unternehmen gemein ist, dass sie in Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über 50 einen Gewinn für ihre Firma sehen. Was sie im Einzelnen anders als viele Betriebe machen, wurde bei der Laudatio zur Preisverleihung herausgestellt:

Bellen Transporte International in Borken: Von den 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind 15 über 50 Jahre alt. Besonders beeindruckt zeigt sich die Firmenleitung von der hohen Motivation und dem souveränen Auftreten der älteren Mitarbeitenden.

TRAPO AG aus Gescher: Schon vor 30 Jahren setzte die Firma vorausschauend darauf, dass das Wissen und die Erfahrung der Älteren an die nachfolgenden Generationen weitergegeben wird. Es wird erfolgreich in altersgemischten Tandems gearbeitet. Von den 166 Mitarbeitenden sind 43 älter als 50 Jahre.

AL-Metalltechnik GMBH aus Ahaus-Alstätte: Von den etwa 120 Beschäftigten sind 26 über 50 Jahre alt. Die AL-Metall hat sich auf die Fahne geschrieben, auf die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Fertigung einzugehen und bietet beispielsweise Weiterbildungen, um an anderer Stelle im Betrieb zu arbeiten, wenn die Produktion körperlich nicht mehr leistbar ist.

Lebenshilfe Wohnen gGmbH aus Borken: 119 Beschäftigte sind im Unternehmen tätig, 48 von ihnen sind älter als 50 Jahre. Die Lebenshilfe legt Wert darauf, den altersentsprechenden Bedürfnissen ihrer Mitarbeitenden gerecht zu werden: So können Stunden reduziert oder Tätigkeitsbereiche gewechselt werden. Die Geschäftsführung lobt unter anderem das große Pflichtbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Lebens- und Berufserfahrung.

Gausling GmbH & Co. KG aus Heek: Elf der 87 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das 50. Lebensjahr überschritten. Ein Schwerpunkt liegt in der Weitergabe des Fachwissens der Älteren an die Jüngeren – altersgemischte Teams ermöglichen den Wissenstransfer. Auch ein Teilnehmender des Projekts „comeback50“ bekam in dem Betrieb eine neue Chance.

Metallbau Fengels in Raesfeld: Drei der Fünf Mitarbeitenden sind über 50 Jahre alt. Der Betrieb setzt bewusst auf die Generation 50plus: Die Firmenleitung lobt die Erfahrung, Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft, bei den Kunden kommt das souveräne Auftreten gut an. Hilfsmittel schaffen körperliche Entlastungen, ein Mitarbeiter wurde über „comeback50“ vermittelt. (Der Preisträger konnte nicht anwesend sein und erhält die Auszeichnung nachträglich).

RDS Büdding aus Bocholt: Zwei der 22 Beschäftigten sind über 50 Jahre alt und über das Projekt „comeback50“ zur Firma gekommen. Der Firmenchef will den Betrieb weiter vergrößern und hat schon Kontakt zu „comeback50“ aufgenommen. (Der Preisträger konnte nicht anwesend sein und erhält die Auszeichnung nachträglich).

Vor der Preisverleihung befasste sich Prof. Dr. Olaf Arlinghaus von der Fachhochschule Münster in einem Fachvortrag mit dem Thema „Generation 50plus – Megachance für Unternehmen im demografischen Wandel“.

Eine zehnköpfige Jury hatte im Vorfeld über die Preisträger beraten. Darin wirkten neben „comeback50“-Projektleiterin Susanne Woldering vom Kreis Borken und dem comeback50-Projektbotschafter und Landrat a.D. Gerd Wiesmann noch Dr. Heiner Kleinschneider (WFG), Christoph Bruns (Kreishandwerkerschaft Borken), Dr. Hans Amendt (Akademie Klausenhof), Bernhard Könning (BBS Westmünsterland), Roland Engels (DGB Region Münsterland), Norbert Steinig (IHK Nord Westfalen), Jürgen Paschold (Unternehmerverbandsgruppe) und Horst Dreyer (Unternehmensverband AIW) mit.


Wo ältere Mitarbeiter geschätzt werden

Der Artikel „Unternehmen mit Weitblick“ erschien am 07.01.2015 in den Westfälischen Nachrichten, Gronau.

Klicken Sie hier, um den Artikel aufzurufen.





Der Artikel „Wo ältere Mitarbeiter geschätzt werden“ erschien am 27.11.2014 in der Borkener Zeitung.


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Fotowanderausstellung "Mit Erfahrung in die Zukunft"

Die Ausstellung soll ihre Wanderschaft durch den Kreis Borken fortsetzen. Wenn auch Sie Interesse an der Ausstellung oder nur an einzelnen Bildern haben, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit Susanne Woldering, Projektleitung comeback50, Jobcenter des Kreises Borken, Tel: 02861 82-1247, E-Mail: s.woldering(at)kreis-borken.de auf.

Klicken Sie hier, um den Flyer "Mit Erfahrung in die Zukunft" der Fotowanderausstellung aufzurufen.


Ausstellungsorte und Termine der Fotowanderausstellung:

Jahr 2015

 

Jahr 2014

 

                Jahr 2013


Bildergalerie: Bürgerhalle des Landtags NRW in Düsseldorf vom 22.09.2014 bis 08.10.2014





comeback50 – 500. Vermittlung in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung!

„Frühlingszeit ist Pflanzzeit“ - mit diesem Slogan werben Gärtnereien zu Recht:
das Frühjahr steht für Aufbruch und Neubeginn, und das nicht nur in Bereichen, die mit Pflanzen und Natur zu tun haben. Auch für Sabine Verwendel bedeutet das Frühjahr 2014 einen Neuanfang: nach über zehnjähriger Arbeitslosigkeit hat die alleinerziehende Mutter von vier schulpflichtigen Kindern endlich eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gefunden. Der Borkener Großhandelsbetrieb „Landgard“, Teil einer Gruppe von insgesamt 33 Cash & Carry-Märkten, die täglich Blumen, Zierpflanzen neben Obst- und Gemüsepflanzen, aber auch Floristikbedarf für Wiederverkäufer ein- und verkaufen, suchte eine zuverlässige Bürokraft und fand sie in Sabine Verwendel. Sie war Teilnehmerin des Projekts „comeback50“ des Jobcenters im Kreis Borken, das seit Mitte 2009 arbeitslose Menschen im Alter über 50 im Kreis Borken bei der Suche nach einer neuen Stelle unterstützt.


Gerade im Frühling ist besonders viel zu tun, die Pflanzzeit beginnt und besondere Feiertage wie der Muttertag führen zu einer hohen Nachfrage nach Blumen. Damit verbunden ist eine hohe Frequenz von Aufträgen und Abwicklungsvorgängen im Bürobereich. Als alleinerziehende Mutter ist Sabine Verwendel ein Organisationstalent und gewohnt, auch unter großem Druck verlässlich die ihr gestellten Aufgaben zu erledigen. Sie ist damit prädestiniert für diese Tätigkeit. Für den Marktleiter Günter Peeters ist es besonders zu dieser Jahreszeit wichtig, sich auf belastbares und zuverlässiges Personal verlassen zu können.

Von seinen 15 Mitarbeitenden sind neun über 50 Jahre alt, und das nicht ohne Grund. Günter Peeters hebt die besonderen Eigenschaften dieser Altersgruppe hervor, insbesondere die Lebenserfahrung, die hilft, auch in stressigen Zeiten die Ruhe zu bewahren und die Aufträge im Sinne zufriedener Kundschaft zügig zu bearbeiten.
Auch haben sich in seinen Augen ganz besonders altersgemischte Teams bewährt: Jeder profitiert von den besonderen Qualitäten der Kolleginnen und Kollegen und die (Lebens-) Erfahrungen kommen allen, und damit auch dem Betrieb, zugute.


Als Teilnehmerin des Projekts „comeback50“ hat Sabine Verwendel in den vergangenen zwölf Monaten mehrere Seminare besucht, Einzelcoachings erhalten und an einer besonderen Qualifikation, dem Selbstvermittlungscoaching, teilgenommen. Diese einzelnen „Mosaiksteinchen“ und die gute Kooperation zwischen Jobcenter und den Mitarbeitenden des „comeback50-Centers“ in Rhede führten dazu, dass sie sich ihrer Stärken und ihres „Wertes“ für einen zukünftigen Arbeitgeber (wieder) bewusst wurde. So konnte sie im Frühjahr tatsächlich zwischen zwei Stellen wählen. Von unschätzbarem Wert sei jedoch die unglaubliche Motivation, mit der Sabine Verwendel an ihre Arbeitssuche ging, berichtet Christiane Roers, Jobcoach bei der Akademie Klausenhof, die im Südkreis das Projekt „comeback50“ für den Kreis Borken umsetzt. „Bei ihrer Motivation und dem unbedingten Willen, an ihrer persönlichen Situation etwas zu ändern war es nur eine Frage der Zeit, bis sie eine Arbeitsstelle fand.“


Für das Projekt „comeback50“ ist die Vermittlung von nunmehr 500 älteren Langzeitarbeitslosen ein großer Erfolg: Menschen ab 50 Jahren haben es schwer, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Dies gilt ganz besonders für diejenigen, die bereits mehrere Jahre arbeitssuchend sind und beispielsweise wegen Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen den Anschluss an den Arbeitsmarkt verloren haben. „Oftmals sind ehemals erworbene Qualifikationen nicht mehr ganz zeitgemäß; auch das Selbstwertgefühl, das Wissen um eigene Stärken und Kompetenzen ist mit den Jahren verloren gegangen“, sagt Susanne Woldering vom Kreis Borken, die das Projekt „comeback50“ leitet. Umso schwieriger ist es, Ängste, im Berufsleben nicht mehr leistungsfähig genug zu sein und mithalten zu können, ernst zu nehmen und zu entkräften. „Das Beispiel von Sabine Verwendel zeigt stellvertretend für die übrigen Vermittlungen in ‚comeback50‘, dass die eigene Motivation zur Arbeitssuche der Schlüssel zum Erfolg ist: Alles andere kann man lernen!“

Fragen zum Projekt „comeback50“ beantwortet Susanne Woldering, Projektleitung im Kreis Borken, unter Tel: 02861 82-1247.


Flyer "Mit mehr Fachkräften in die Zukunft – Vom Minijob in Teilzeit/Vollzeit" herausgebracht

Ende September brachte das comeback50-Team des Kreises Borken den Flyer „"Mit mehr Fachkräften in die Zukunft -– Vom Minijob in Teilzeit/Vollzeit"“ heraus.

Wird aus einem Minijob eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, profitieren sowohl Arbeitgebende als auch Arbeitnehmende davon. Arbeitgebende können ihre Lohnnebenkosten um bis zu 10 % senken und Arbeitnehmende bauen ihre eigene soziale Absicherung auf.

Weitere Details können Sie dem Flyer entnehmen.

Klicken Sie hier, um den Flyer aufzurufen.