Volle Zielerreichung im Bundesprogramm "Perspektive 50plus"
78 regionale Beschäftigungspakte
vermitteln 2011 über 70.000 ältere
Langzeitarbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt
Mehr als 70.000 ältere langzeitarbeitslose Frauen
und Männer sind seit Anfang 2011 durch das vom
Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte
Bundesprogramm "Perspektive 50plus" wieder in
Beschäftigung gekommen. Damit wurden die für das
Jahr 2011 gesteckten Ziele erreicht und leicht
übertroffen. Insgesamt haben die im Bundesprogramm
eigenverantwortlich agierenden 78 regionalen
Beschäftigungspakte, zu denen auch "Reife Leistung!
Süderelbe packt an" als Umsetzungsorganisation
gehört, über 200.000 langzeitarbeitslose Frauen und
Männer mit individuellen und auf die Regionen
angepassten Maßnahmen erreicht.
Insgesamt konnten die Akteure in den 78 Paktregionen
im vergangenen Jahr rund 37 Prozent der etwa 550.000
als langzeitarbeitslos registrierten Frauen und
Männern über 50 Jahre ansprechen und mit
zahlreichen, qualifizierten Maßnahmen unterstützen.
So gesehen profitierte jeder Dritte aus der
Zielgruppe von den Angeboten des Bundesprogramms.
Der Anteil der vermittelten Frauen gemessen an den
gesamten Vermittlungszahlen im Bundesprogramm
"Perspektive 50plus" entspricht 43 Prozent. Positiv
fällt weiterhin auf, dass nur 34 Prozent der
geschlossenen Beschäftigungsverhältnisse in 2011
durch einen Lohnkostenzuschuss gefördert wurden.
Damit nimmt die finanzielle Förderung des
beruflichen Wiedereinstiegs von älteren
Langzeitarbeitslosen im Vergleich zu den Vorjahren
tendenziell ab (2009: 50 Prozent; 2010: 49 Prozent).
Maßgeblich zum guten Gesamtergebnis des vergangenen
Jahres beigetragen hat die praktisch flächendeckende
Ausweitung des Bundesprogramms. Mit dem Start der
dritten Programmphase am 1. Januar 2011 ist die
Anzahl der beteiligten Grundsicherungsstellen von
349 auf rund 420 gestiegen. Regionale
Beschäftigungspakte verrichten ihre Arbeit für mehr
Beschäftigung Älterer damit inzwischen in über 95
Prozent des gesamten Bundesgebietes.
Neue Broschüre dokumentiert Beispiele und Zahlen
Da
ist der 58-Jährige, der als gelernter Weber und
LKW-Fahrer drei Jahre arbeitslos war. Eigentlich ein
schwieriger Fall. Doch Dank comback50 konnte er 2011
eine Stelle als Produktionshelfer finden. Beispiele
wie diese führt die neue Broschüre "Zurück ins
Arbeitsleben" der Beschäftigungsinitiative auf.
Hinzu kommen viele überzeugende Zahlen, z.B. dass 68
Prozent aller Vermittelten eine Vollzeitstelle
finden konnten. Seit 2009 hat comeback50 929
Personen betreut, davon konnten 280 in Arbeit
vermittelt werden. Wer die 26 Seiten des Heftes
durchgelesen hat, wird endgültig vom Projekt
überzeugt sein! Download
Kreativität und Phantasie als Erfolgsrezept -
Kinoevent mit Karl Schieweling
Gerade
die Kreativität sei es, die die Besonderheit des
Programms Perspektive 50plus auszeichne - sagte MdB
Karl Schiewerling just auf einem Musterbeispiel
eines kreativen Events. Unternehmer aus dem Kreis
Borken waren ins Cinema Ahaus gekommen, um sich mit
dem Thema Ältere im Arbeitsleben
auseinanderzusetzen. Eingeladen hatte die Initiative
comeback50 zur Vermittlung älterer Arbeitsloser des
Jobcenters im Kreis Borken.
So saßen die Chefs von Handwerksbetrieben und Firmen
aller Art bequem bei Popcorn im Kinosessel und
folgten dem vielseitigen Programm.
Bundestagsabgeordneter Karl Schiewerling,
arbeitsmarktpolitischer Sprecher der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, betonte, dass der
Arbeitsmarkt heute ganz unter dem Vorzeichen des
demografischen Wandels stehe. "Heute werden Ältere
in den Betrieben gehalten statt sie in Frührente zu
schicken." Problematisch sei aber weiterhin, dass
ältere Menschen immer noch Schwierigkeiten hätten,
nach einer Phase der Arbeitslosigkeit wieder eine
Anstellung zu finden. Hier setzt das
"Erfolgsprogramm" Perspektive 50plus an. Mit den in
den Regionen sehr unterschiedlichen Einzelprojekten
gelingt es, so Schiewerling, ältere Arbeitslose zu
aktivieren, zu trainieren und oft zu vermitteln.
Wichtigster Grund für den Erfolg seien die wenigen
Vorgaben, dies es den einzelnen Projektträgern und
Jobcentern ermöglichen, viel Kreativität und
Phantasie freizusetzen. Wahrscheinlich werde man nun
auf Bundesebene beschließen, Perspektive 50plus mit
ihren bundesweit 78 regionalen Beschäftigungpakten
zu einem Regelangebot zu machen.
Auch Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster betonte: "Das
Ungewöhnliche ist typisch für comeback50". Das
Projekt stehe für neue Wege, gute Kontakte zur
Wirtschaft und für existenzsichernde Beschäftigung
für viele ehemals Arbeitslose. In einer
Diskussionsrunde mit Vertretern aus Wirtschaft und
Handwerk wurde deutlich, wie sehr mittlerweile viele
Arbeitgeber Ältere in ihrem Betrieb schätzen: Vor
allem die Erfahrung und Zuverlässigkeit sei es, die
ihren Einsatz in vielen Bereichen sinnvoll macht.
Allerdings: Ständige Weiterbildung auch im Alter ist
Pflicht.
Wie es sich für ein Kino gehört, wurden auch Filme
gezeigt: Der vielfach prämierte Kurzfilm "Edgar", in
dem ein älterer Mann mit Schlitzohrigkeit Arbeit
findet, sowie der neue Imagefilm von comeback50, in
dem Beispiele gelungener Vermittlung dokumentiert
werden. Den satirischen Abschluss bildete
Kabarettistin Uta Rotermund, die als
selbstbewusst-kratzige Dame in den besten Jahren für
die eigentlichen Qualitäten dieser Generation warb.
Betriebsbesichtigung bei iglo
Betriebsbesuche
sind eine gute Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und
mögliche Arbeitgeber kennen zu lernen. Eine Gruppe
von 20 comeback50-Teilnehmenden hat sich nach
Reken aufgemacht, um die dortige Fabrik der Fa. iglo
zu besuchen. In Reken werden Tiefkühlgemüse und
–kräuter sowie Fertiggerichte hergestellt. 550
Mitarbeitendeproduzieren dort rund 90.000 Tonnen im
Jahr – also ein interessanter Arbeitgeber auch für
Ältere. Auf dem Besuchsprogramm standen eine
Besichtigung der Produktion von der Frostung bis zur
Verpackung, eine „Verköstigung“ (mit Lachsstäbchen)
und eine kleine Rundfahrt durch die umliegenden
Felder, wo Spinat & Co angepflanzt wird. Allgemein
war die Gruppe angetan von den modernen
Verarbeitungsmethoden und -anlagen.
Mobilitätswoche - comeback50 macht mit
Für Langzeitarbeitslose ist es oft schwer, sich nach langer, erfolgloser Stellensuche auf den Weg zu machen und so mobil zu sein, wieder einen Job zu suchen oder sich um eine Weiterbildung zu kümmern. Viele müssen es erst lernen, richtig die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, einen Fahrkartenautomaten zu bedienen oder die passende Verbindung zu finden.
Die sechs Regionen an Rhein, Ruhr und in Westfalen haben deswegen einen „Mobilitätstag“ initiiert, bei dem ältere Arbeitslose in Gruppen selbstständig den Weg nach Essen finden sollen, um sich im Berufsförderungszentrum (Bfz) Essen über verschiedene Qualifizierungsmöglichkeiten zu informieren. Anschließend besuchten alle die Zeche Zollverein in Essen. Aufgabe war es, mit öffentlichem Nahverkehr zum Bfz Essen zu gelangen. Jede Gruppe hatte eine Begleitung, die bei entsprechenden Problemen weiterhalf. Bei comeback50 standen außerdem noch beispielsweise ein Roller-Kurs (Foto), ein Kurs über das Flicken von Fahrrädern oder eine Fahrradtour auf dem Programm.
Vom arbeitslosen KFZ-Meister zum Berufsschullehrer - Beispiel einer geglückten Integration
„Man ist nicht allein!“ – Rainer Buer, ein Beispiel für geglückte Integration
Ein gutes Beispiel für eine geglückte Integration ist die Erfolgsgeschichte von Rainer Buer (Foto). Das Autohaus des KFZ-Meisters ging pleite, weil der Mutterkonzern ganz offensichtlich das Händlernetz ausdünnen wollte. 2009 half nichts mehr, er musste Hartz IV beantragen. Seine Beraterin im damaligen Service-Punkt ARBEIT Kreis Borken habe ihm empfohlen, sich doch einmal bei „comeback50“ in Rhede zu melden. Hier besuchte der 51-Jährige Computerkurse und Bewerbungstrainings. Was dem damals 51-Jährigen aber besonders geholfen habe, sagt er heute rückblickend, sei die Gewissheit gewesen, dass ein kompetentes Team hinter einem stehe. „Man ist nicht allein!“ Dies gab ihm den Rückhalt, sich nach Fehlschlägen in seinem Alter noch um eine Stelle zu bemühen. Dann war es geschafft: Nach einiger Zeit habe er schließlich sogar zwei neue Jobangebote bekommen. Jetzt arbeitet er als Ausbilder im Berufskolleg Borken. Dies sei eine ideale Stelle für ihn, denn er könne so seine ganze Berufserfahrung einbringen.Service-Punkt ARBEIT heißt jetzt Jobcenter im Kreis Borken / Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis Borken geht weiter zurück
Der „Service-Punkt ARBEIT im Kreis Borken“ hat ab dem 1. Mai einen neuen Namen. Die Anlaufstelle für Langzeitarbeitslose, die auch comeback50 durchführt, wird nun „Jobcenter im Kreis Borken“ heißen. Damit setzt der Kreis eine Vorgabe des Bundes um. Ansonsten ändert sich jedoch nichts. Die Ansprechpartnerinnen und -partner vor Ort bleiben genauso identisch wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich im Kreishaus um die Rahmenbedingungen kümmern. Insgesamt zählt die Statistik derzeit 5309 Langzeitarbeitslose im Kreis Borken, 928 als im Vorjahresmonat, ein Trend, zu dem auch comback50 beigetragen hat.
Die Quote der arbeitslosen Empfänger von
Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch
(SGB II) an den zivilen Erwerbspersonen beträgt
damit im Kreis Borken unverändert 2,7 Prozent,
bericht der Kreis Borken in einer
Pressemitteilung. Die Gesamtzahl der
erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im
April ebenfalls zurückgegangen und liegt derzeit
bei 12.423 Personen (-165). Zu dieser Gruppe
gehören auch Personen, die aktuell an
Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und
Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule
besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit
nicht zur Verfügung stehen. Personen, die neben
ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen
nach dem SGB II angewiesen sind, zählen
ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren
Kinder unter 15 Jahren und weiterer nicht
erwerbsfähiger Angehöriger haben im April 18.251
Personen (-244) in 8.677 Bedarfsgemeinschaften
(-72) Grundsicherung für Arbeitsuchende
erhalten. „Die wirtschaftliche Situation stimmt
mich zuversichtlich, dass sich die positive
Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt fortsetzt“,
erklärt Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster. „Ich
halte es in diesem Jahr sogar für möglich, dass
die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis
Borken bei anhaltend guter Konjunktur erstmals
unter die Grenze von 5.000 Personen sinkt.“
Erfolgreiche comeback50-Bilanz 2010
Insgesamt 145 Vermittlungen in
sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen
740 Personen haben im vergangenen Jahr am
Projekt comeback50 im Kreis Borken teilgenommen,
und über 400 wurden mit verschiedenen Maßnahmen
aktiviert. 145 Personen haben 2010 eine
sozialversicherungspflichtige Stelle gefunden -
davon 34 Prozent Frauen. Rund ein Drittel hat es
sogar geschafft, eine unbefristete,
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
anzutreten. Bei ca. 70 % handelte es sich um
Vollzeitstellen, die zum größten Teil von
Männern aufgenommen wurden. 27 Prozent aller
Arbeitsverträge sind über Zeitarbeitsfirmen
zustande gekommen. Hinzu kamen 5
Existenzgründungen und 38 Aufnahmen eines
Mini-Jobs.
Gabriele Dües ist die 100. erfolgreiche Vermittlung seit dem Start im Sommer 2009
Die gelernte Arzthelferin hat im Alter von 58 Jahren einen Teilzeit-Job als Stationsassistentin im St. Antonius-Hospital Gronau gefunden – dank des comback50-centers in der Berufsbildungsstätte Westmünsterland (BBS) Ahaus.Jahrelang hatte Frau Dües, die Mutter von vier Kindern ist, Hartz IV bezogen und als Minijobberin in einer Augenarztpraxis gearbeitet. Die Hoffnung auf eine sozialversicherungspflichtige Stelle hatte sie schon fast aufgegeben. "Nun keine Unterstützung mehr zu benötigen, das ist ein gutes Gefühl" sagt sie.
Menschen, die einen Angehörigen zum ersten
Mal auf der Intensivstation besuchen, befinden
sich oft in einer emotionalen Ausnahmesituation.
Zur Sorge um Partner, Eltern oder Kinder kommt
häufig die Unsicherheit im Umgang mit Apparaten
und Hygienevorschriften. Auf der Intensivstation
des St.-Antonius-Hospitals in Gronau steht
Besucherinnen und Besuchern deshalb Gabriele
Dües zur Seite. Als Stationsassistentin ist die
53-Jährige Ansprechpartnerin für Angehörige
und entlastet das Pflegepersonal gleichzeitig
von einigen Routinearbeiten, dazu gehören zum
Beispiel die Übernahme hauswirtschaftlicher
Tätigkeiten und die Menübestellung für die
Patienten. „In diesem Job hilft Frau Dües
ganz besonders ihre Lebenserfahrung", sagt
Pflegebereichsleitung Kornelia Grötken. „Sie
hat einen besonders guten Draht zu
Angehörigen", ergänzt der
stellvertretende Stationsleiter Michael
Wessendorf.
Über das Projekt „comeback 50", das bei
der Vermittlung älterer Langzeitarbeitsloser
hilft, hat Gabriele Dües den Teilzeit-Job im
St.-Antonius-Hospital gefunden. Sie ist die 100.
erfolgreiche Vermittlung des Projekts seit dem
Start im Sommer 2009. Mittlerweile ist die Zahl
noch weiter geklettert. 128 Langzeitarbeitslose,
allesamt älter als 48 Jahre, haben über „comeback
50" einen neuen, festen Arbeitsplatz
gefunden. „Ein tolles Ergebnis", findet
Projektleiterin Susanne Woldering vom „ jobcenter im Kreis Borken". Insgesamt 670
Männer und Frauen haben inzwischen Kontakt zu
den Expertinnen und Experten aufgenommen, die
versuchen, sie mit passgenauen Angeboten fit
für den Arbeitsmarkt zu machen. Denn mit
zunehmendem Alter wird die Luft auf dem
Arbeitsmarkt häufig dünner.
Im Herbst des vergangenen Jahres hatte Gabriele Dües ihren ersten Termin bei Mia Senden, ihrem Jobcoach. Die Mitarbeiterin der Berufsbildungsstätte Westmünsterland (BBS) in Ahaus überlegte gemeinsam mit der gelernten Arzthelferin, wo ihre Stärken liegen und wo sich beruflich neue Türen öffnen könnten. „Als ich dann gehört habe, dass das St.-Antonius-Hospital eine Mitarbeiterin mit medizinischen Vorkenntnissen sucht, habe ich gleich an Frau Dües gedacht", berichtet Mia Senden. Vorstellungsgespräch und das Probearbeiten liefen gut, dann konnte Gabriele Dües den lang ersehnten Arbeitsvertrag unterschreiben.
Jahrelang hatte Gabriele Dües, die Mutter von vier Kindern ist, Hartz IV bezogen und als Minijobberin in einer Augenarztpraxis gearbeitet. Die Hoffnungen auf eine sozialversicherungspflichtige Stelle hatte sie schon fast aufgegeben.
Erster 50plus Tag im Kreis Borken
Unternehmen mit Weitblick gesucht und gefunden!
Exakt am 1. Geburtstag des Projektes comeback50 richtete der Kreis Borken den ersten 50plus-Tag im Kreis Borken aus. Über 100 Personen nahmen an dieser informativen Veranstaltung im Kreishaus Borken teil.
Genau seit einem Jahr kümmern sich neben den Fallmanagern/-innen der örtlichen Service-Punkte ARBEIT zusätzlich sog. Jobcoaches und Jobscouts der Akademie Klausenhof und der BBS Westmünsterland kreisweit um Kontakte zu heimischen Unternehmen. Dies wird ermöglicht durch Mittel des Bundesprogramms Perspektive 50plus. Im Rahmen der Akquisition von Arbeitsplätzen haben die Jobscouts von den regionalen Betrieben viele Informationen über besonderen Maßnahmen, Initiativen und das betriebliche Engagement für Mitarbeitende über 50 gesammelt.
Einige der Betriebe, die sich mit besonderem Engagement für ältere Mitarbeitende im Betrieb oder die Wiedereingliederung älterer Arbeitskräfte besonders hervorgetan haben, wurden am 01.07.2010 im Kreishaus in Borken anlässlich des ersten 50plus-Tages geehrt. Kreisdirektor Dr. Hörster und der Botschafter des Projektes comeback50, Landrat a. D. Gerd Wiesmann, überreichten den von der Jury ausgewählten Betrieben eine Urkunde. Drei Betriebe, die sich durch besonderes Engagement hervortaten, erhielten zusätzlich Sachpreise, die von den Unternehmen Baumann Hamminkeln, BBV Mediengruppe Bocholt und Rose Computer Bocholt gestiftet worden waren.
Die Firma Heitkamp & Hölscher wurde von der Jury ausgewählt, als Sieger des regionalen Wettbewerbs zum Bundeswettbewerb "Unternehmen mit Weitblick" am 29. Und 30.11 2010 nach Bremen zu fahren.
Lutz Naudet, Referent aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, und Referatsleiter Dr. Richenhagen aus dem Ministerium für Arbeit und Gesundheit des Landes NRW gaben konkrete Impulse, wie die Arbeitsfähigkeit auch von älteren Arbeitskräften in den Betrieben erhalten werden kann und wie künftige Arbeitskräftebedarfe durch Ältere gedeckt werden müssen. Passend hierzu wurde die Angebote des neuen "Münsterlandzentrum für gesundes Arbeiten" von Dr. Schrage vorgestellt.
Am Ende der Veranstaltung stand eine gelungene Filmpremiere: "comeback50 - Erfahrung hat Zukunft". Projekt-Teilnehmende und Mitarbeitende aus Betrieben brachten die Situation und die Arbeit von comeback50 dem interessierten Publikum näher.
Musikalisch gut eingerahmt wurde der Tag von der der Gruppe "A Village Voice".
Borio.tv - Beitrag über den 50plus-Tag des Projekts comeback50 im Kreis Borken
Download der Präsentation von Dr. Richenhagen (MAGS)
PRO-Job50+
Seit dem 14.04.2010 fördert der Kreis Borken in besonderem Maße Beschäftigungsverhältnisse, die zwischen Unternehmen und älteren, im Kreisgebiet ansässigen arbeitslosen Menschen zustande kommen.
Diese neue Vermittlungsoffensive nennt sich PRO-Job50+ und ist ein Zuschuss an jenen Arbeitgeber, der mit einem älteren, langzeitarbeitslosen Menschen ein mindestens 12-monatiges Beschäftigungsverhältnis eingeht.
Informationen hierzu gibt es in den Service-Punkten der Städte und Gemeinden im Kreis Borken oder im Kreishaus bei Susanne Woldering unter Tel.: 02861-821245.
Die Motivation macht's!
Expertinnen und Experten, die mit älteren Arbeitslosen zusammenarbeiten, trafen sich im Kreishaus zum NRRW-Transferworkshop

Kreis Borken. Ältere Arbeitslose haben es häufig schwer bei der Suche nach einer neuen Stelle. Viele Arbeitgeber ziehen Jüngere vor, Fortbildungen sind häufig ebenfalls auf die nachfolgende Generation zugeschnitten und aus Frust haben sich einige der Älteren ohne Arbeit schon auf Hartz IV bis zur Rente eingestellt. Um Arbeitslosen ab 48 zielgerichtet unter die Arme zu greifen, hat sich der Kreis Borken im vergangenen Sommer dem Beschäftigungspakt "Perspektive 50plus" angeschlossen.
Hier arbeiteten bisher die ARGE Kreis Wesel und das ARGE JobCenter Essen zusammen. In einer ARGE kooperieren Kommunen und Agenturen für Arbeit bei der Vermittlung und Betreuung von Langzeitarbeitslosen, im Kreis Borken liegen diese Aufgaben ausschließlich bei den Kommunen. Ebenfalls neu an den Start gegangen sind die ARGE Krefeld, die ARGE für Beschäftigung Mönchengladbach sowie die ARGE Rhein-Kreis Neuss. Der Kreis Borken kommt durch die Kooperation in den Genuss zusätzlicher Bundesmittel für die Wiedereingliederung älterer Arbeitsloser, allein für das zweite Halbjahr 2009 flossen dafür Mittel in Höhe von rund 336.000 Euro in den Kreis.
Rund 180 Expertinnen und Experten, die in den beteiligten Kommunen und Kreisen ältere Langzeitarbeitslose vermitteln, trafen sich jetzt zum Austausch von Erfahrungen und Ideen im Borkener Kreishaus. Landrat Dr. Kai Zwicker betonte in seinem Grußwort, dass dem Kreis Borken als Optionskommune die Vermittlung von älteren Langzeitarbeitslosen in Arbeit ganz besonders am Herzen liege.
Gemeinsam diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sich die Motivation der Kundinnen und Kunden steigern lässt. "Ohne eigenen Antrieb läuft gar nichts", betont Susanne Woldering, die das Projekt "Comeback 50" beim Kreis Borken leitet. "Die Motivation ist der Motor für den erfolgreichen Weg zurück in die Berufstätigkeit." Deshalb gelte es, das Selbstbewusstsein der Kundinnen und Kunden zu stärken, ihnen Respekt und Freundlichkeit entgegenzubringen.
In Gesprächen und Rollenspielen diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sich die Motivation älterer Langzeitarbeitsloser konkret steigern lässt. "Sanktionen trennen, Freiwilligkeit verbindet", lautete eine der zentralen Thesen. Wichtig sei es zudem, Arbeitgeber für die speziellen Kenntnisse und Erfahrungen älterer Bewerberinnen und Bewerber zu sensibilisieren.
Für die Umsetzung des Projekts "comeback 50" im Kreis Borken hat sich der " jobcenter im Kreis Borken" zwei starke Partner gesucht. Die Akademie Klausenhof in Rhede für den Südkreis und die Berufsbildungsstätte Westmünsterland (BBS) in Ahaus für den Nordkreis haben "comeback50-center" eingerichtet, in denen Arbeitslosengeld-II-Beziehende über 48 Jahren individuell und passgenau beraten, aktiviert, qualifiziert und nach Möglichkeit in Arbeitsverhältnisse vermittelt werden. Dafür arbeiten Experten verschiedener Fachrichtungen zusammen, darunter Handwerker, Psychologen und Sozialarbeiter.
Das "comeback50-center" für das südliche Kreisgebiet befindet sich in der Akademie Klausenhof Rhede, Schlossstraße 1, Tel.: 02852/891354. Das "comeback50-center" für den Nordkreis ist in den Räumen des alten Kreishauses Ahaus, Bahnhofstraße 93 (Eingang A, 4. Etage), angesiedelt, Tel.: 02561/6990. Fragen zu Inhalt und Organisation beantwortet für die Kreisverwaltung Susanne Woldering, Tel.: 02861/82-1245.
Rückfragen zu diesem Pressedienst:
0 28 61 / 82 - 21 09
19.02.2010 - Frühjahrsempfang

Die Initiative „comeback50“ hat zu einem
Frühjahrsempfang in den Klausenhof Rhede
eingeladen. Das comeback50-Team vom Klausenhof,
das für den Südkreis zuständig ist, stellte
das Programm für 2010 vor.
Bei Kaffee und Kuchen konnten sich die
Teilnehmenden in der Cafeteria in der Akademie
Klausenhof Rhede über die vielfältigen
Angebote der Initiative informieren: Von
Gesundheitskursen bis zum
Persönlichkeitstraining für Frauen. Alle
Workshops sind in einer neuen Broschüre
aufgelistet. Ziel der Initiative Comeback50 ist
es, durch individuelle Beratung, Trainings und
Vermittlungshilfen ältere Arbeitslose im Kreis
Borken wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu
bringen.
20.08.09 - Mobil und gesund
Unter diesem Motto stand am 20.08.2009 der Mobilitäts- und
Gesundheitstag im NRRW-Pakt 50plus.Gesundheit, Fitness und Mobilität sind gerade in der Zielgruppe 50plus wesentliche Voraussetzungen für die Integration in den Arbeitsmarkt.
Im Rahmen des Kampagnenjahres der bundesweiten Perspektive 50plus organisiert die Akademie Klausenhof auf ihrem Gelände für den NRRW-Pakt 50plus einen Mobilitäts- und Gesundheitstag.
Ziel war es dabei, möglichst viele Menschen 50plus in Bewegung zu bringen, Wege gesunder Aktivität aufzuzeigen und die Freude an Bewegung, Sport und Spiel zu vermitteln.
Die Teilnehmenden des Gesundheitstages konnten aus einem vielfältigen Programm wählen:
- Geführte Wanderungen im Naturschutzgebiet
- Dingdener Heide durch einen
- Mitarbeiter des Naturschutzbundes
- Radwanderung durch die Dingdener Heide mit einem Fahrrad oder einem 8er Tandem
- Einführung Walking/Nordic-Walking
- Bogenschießen
- Einführung ins Angeln
- Rücken-Fit Wirbelsäulengymnastik
- Einführung Yoga, Pilates
- oder Tai Chi Qigong
- Gesundes Kochen und gesunde Ernährung
- Gesunde und kostengünstige Kosmetik
- Gesundheitstest
- Niederseilgarten
- Menschenkicker
- Informationsveranstaltungen rund ums
- Thema Gesundheit
27.07.09 - Mit einer Auftaktveranstaltung im Kreishaus Wesel startete offiziell der neue NRRW-Pakt (NiederRhein-Ruhr-Westfalen-Pakt 50plus)
Aufgrund der guten Ergebnisse von INISS und KomET sind vier weitere, neue regionale Pakte beigetreten und bilden nun ein Netzwerk zur Förderung arbeitsloser Älterer.Die vier neuen Pakte sind:
- comeback50 im Kreis Borken
- Visionen 50plus im Rhein-Kreis Neuss
- Perspektive 50plus in Mönchengladbach
- 50plus aktiv in Krefeld
In einer Auftaktveranstaltung am 27. Juli 2009 im Kreishaus Wesel wurden die entsprechenden Vereinbarungen zwischen den zuständigen Grundsicherungsstellen unterzeichnet.
Hier können Sie die Präsentation von Frau Inge Schröder (ARGE Wesel)herunterladen: Der NRRW-Pakt 50plus (4 MB) Hier können Sie die Präsentation vom Kreisdirektor Wesel, Herrn Ralf Berensmeier herunterladen: Die Situation der Zielgruppe in der Region





