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Aktuelles


Sachstandbericht comeback50 zum 31.12.2014

Ende des Jahres 2014 wurde durch den Kreis Borken die regionale Umsetzung des Bundesprogramms „Perspektive 50plus“, die im Kreis Borken „comeback50“ heißt, untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind in dem „Sachstandbericht comeback50 zum 31.12.2014“ zusammengefasst.

Der Bericht gibt einen informativen Einblick in die Rahmenbedingungen des Bundesprogramms, die regionale Umsetzung im Kreis Borken sowie die wesentlichen Erfahrungen und Ergebnisse.

Wesentliche Ergebnisse:
- rund 700 Personen wurden dem Projekt jährlich zugewiesen
- rund 3.500 Teilnahmen am Projekt
- mehr als 500 Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt
- 70 % nachhaltige Vermittlungen

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Krönender Jahresabschluss - Betriebe aus dem Kreis als "Unternehmen mit Weitblick 2014" ausgezeichnet

Bildzeilen: Preisträger und Gratulierende: (v. links) Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster, Landrat a.D. Gerd Wiesmann, Prof. Dr. Olaf Arlinghaus, Karin Leiting (TRAPO), Hans-Günther Wilkens (Lebenshilfe), Ludger Gausling (Gausling GmbH), Karl Alteepping (AL-Metall), Susanne Woldering (Projektleisterin „comeback50“), Dr. Hans Amendt (Akademie Klausenhof), Patrick Bellen (Bellen Transporte), Bernhard Könning (BBS) Preisträger: (von links): Karin Leiting (TRAPO), Hans-Günther Wilkens (Lebenshilfe), Ludger Gausling (Gausling GmbH), Karl Alteepping (AL-Metall), Patrick Bellen (Bellen Transporte).


Der Kreis Borken hat sieben Firmen aus dem Kreisgebiet als „Unternehmen mit Weitblick 2014“ geehrt. Diese Arbeitgeber stellen sich der besonderen Herausforderung des demografischen Wandels und richten sich mit ihrer Personal- und Unternehmenspolitik auf ältere Arbeitnehmer ein. Die Auszeichnung ist Bestandteil des Bundesprogramms „Perspektive 50plus“ und fand im Rahmen des kreisweiten Projekts „comeback50“ statt. Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster übergab gemeinsam mit „comeback50“-Projektbotschafter und Landrat a.D. Gerd Wiesmann in der Akademie Klausenhof in Rhede die Preise.

Allen Unternehmen gemein ist, dass sie in Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über 50 einen Gewinn für ihre Firma sehen. Was sie im Einzelnen anders als viele Betriebe machen, wurde bei der Laudatio zur Preisverleihung herausgestellt:

Bellen Transporte International in Borken: Von den 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind 15 über 50 Jahre alt. Besonders beeindruckt zeigt sich die Firmenleitung von der hohen Motivation und dem souveränen Auftreten der älteren Mitarbeitenden.

TRAPO AG aus Gescher: Schon vor 30 Jahren setzte die Firma vorausschauend darauf, dass das Wissen und die Erfahrung der Älteren an die nachfolgenden Generationen weitergegeben wird. Es wird erfolgreich in altersgemischten Tandems gearbeitet. Von den 166 Mitarbeitenden sind 43 älter als 50 Jahre.

AL-Metalltechnik GMBH aus Ahaus-Alstätte: Von den etwa 120 Beschäftigten sind 26 über 50 Jahre alt. Die AL-Metall hat sich auf die Fahne geschrieben, auf die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Fertigung einzugehen und bietet beispielsweise Weiterbildungen, um an anderer Stelle im Betrieb zu arbeiten, wenn die Produktion körperlich nicht mehr leistbar ist.

Lebenshilfe Wohnen gGmbH aus Borken: 119 Beschäftigte sind im Unternehmen tätig, 48 von ihnen sind älter als 50 Jahre. Die Lebenshilfe legt Wert darauf, den altersentsprechenden Bedürfnissen ihrer Mitarbeitenden gerecht zu werden: So können Stunden reduziert oder Tätigkeitsbereiche gewechselt werden. Die Geschäftsführung lobt unter anderem das große Pflichtbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Lebens- und Berufserfahrung.

Gausling GmbH & Co. KG aus Heek: Elf der 87 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das 50. Lebensjahr überschritten. Ein Schwerpunkt liegt in der Weitergabe des Fachwissens der Älteren an die Jüngeren – altersgemischte Teams ermöglichen den Wissenstransfer. Auch ein Teilnehmender des Projekts „comeback50“ bekam in dem Betrieb eine neue Chance.

Metallbau Fengels in Raesfeld: Drei der Fünf Mitarbeitenden sind über 50 Jahre alt. Der Betrieb setzt bewusst auf die Generation 50plus: Die Firmenleitung lobt die Erfahrung, Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft, bei den Kunden kommt das souveräne Auftreten gut an. Hilfsmittel schaffen körperliche Entlastungen, ein Mitarbeiter wurde über „comeback50“ vermittelt. (Der Preisträger konnte nicht anwesend sein und erhält die Auszeichnung nachträglich).

RDS Büdding aus Bocholt: Zwei der 22 Beschäftigten sind über 50 Jahre alt und über das Projekt „comeback50“ zur Firma gekommen. Der Firmenchef will den Betrieb weiter vergrößern und hat schon Kontakt zu „comeback50“ aufgenommen. (Der Preisträger konnte nicht anwesend sein und erhält die Auszeichnung nachträglich).

Vor der Preisverleihung befasste sich Prof. Dr. Olaf Arlinghaus von der Fachhochschule Münster in einem Fachvortrag mit dem Thema „Generation 50plus – Megachance für Unternehmen im demografischen Wandel“.

Eine zehnköpfige Jury hatte im Vorfeld über die Preisträger beraten. Darin wirkten neben „comeback50“-Projektleiterin Susanne Woldering vom Kreis Borken und dem comeback50-Projektbotschafter und Landrat a.D. Gerd Wiesmann noch Dr. Heiner Kleinschneider (WFG), Christoph Bruns (Kreishandwerkerschaft Borken), Dr. Hans Amendt (Akademie Klausenhof), Bernhard Könning (BBS Westmünsterland), Roland Engels (DGB Region Münsterland), Norbert Steinig (IHK Nord Westfalen), Jürgen Paschold (Unternehmerverbandsgruppe) und Horst Dreyer (Unternehmensverband AIW) mit.


Wo ältere Mitarbeiter geschätzt werden

Der Artikel „Unternehmen mit Weitblick“ erschien am 07.01.2015 in den Westfälischen Nachrichten, Gronau.

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Der Artikel „Wo ältere Mitarbeiter geschätzt werden“ erschien am 27.11.2014 in der Borkener Zeitung.


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comeback50 – 500. Vermittlung in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung!

„Frühlingszeit ist Pflanzzeit“ - mit diesem Slogan werben Gärtnereien zu Recht:
das Frühjahr steht für Aufbruch und Neubeginn, und das nicht nur in Bereichen, die mit Pflanzen und Natur zu tun haben. Auch für Sabine Verwendel bedeutet das Frühjahr 2014 einen Neuanfang: nach über zehnjähriger Arbeitslosigkeit hat die alleinerziehende Mutter von vier schulpflichtigen Kindern endlich eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gefunden. Der Borkener Großhandelsbetrieb „Landgard“, Teil einer Gruppe von insgesamt 33 Cash & Carry-Märkten, die täglich Blumen, Zierpflanzen neben Obst- und Gemüsepflanzen, aber auch Floristikbedarf für Wiederverkäufer ein- und verkaufen, suchte eine zuverlässige Bürokraft und fand sie in Sabine Verwendel. Sie war Teilnehmerin des Projekts „comeback50“ des Jobcenters im Kreis Borken, das seit Mitte 2009 arbeitslose Menschen im Alter über 50 im Kreis Borken bei der Suche nach einer neuen Stelle unterstützt.


Gerade im Frühling ist besonders viel zu tun, die Pflanzzeit beginnt und besondere Feiertage wie der Muttertag führen zu einer hohen Nachfrage nach Blumen. Damit verbunden ist eine hohe Frequenz von Aufträgen und Abwicklungsvorgängen im Bürobereich. Als alleinerziehende Mutter ist Sabine Verwendel ein Organisationstalent und gewohnt, auch unter großem Druck verlässlich die ihr gestellten Aufgaben zu erledigen. Sie ist damit prädestiniert für diese Tätigkeit. Für den Marktleiter Günter Peeters ist es besonders zu dieser Jahreszeit wichtig, sich auf belastbares und zuverlässiges Personal verlassen zu können.

Von seinen 15 Mitarbeitenden sind neun über 50 Jahre alt, und das nicht ohne Grund. Günter Peeters hebt die besonderen Eigenschaften dieser Altersgruppe hervor, insbesondere die Lebenserfahrung, die hilft, auch in stressigen Zeiten die Ruhe zu bewahren und die Aufträge im Sinne zufriedener Kundschaft zügig zu bearbeiten.
Auch haben sich in seinen Augen ganz besonders altersgemischte Teams bewährt: Jeder profitiert von den besonderen Qualitäten der Kolleginnen und Kollegen und die (Lebens-) Erfahrungen kommen allen, und damit auch dem Betrieb, zugute.


Als Teilnehmerin des Projekts „comeback50“ hat Sabine Verwendel in den vergangenen zwölf Monaten mehrere Seminare besucht, Einzelcoachings erhalten und an einer besonderen Qualifikation, dem Selbstvermittlungscoaching, teilgenommen. Diese einzelnen „Mosaiksteinchen“ und die gute Kooperation zwischen Jobcenter und den Mitarbeitenden des „comeback50-Centers“ in Rhede führten dazu, dass sie sich ihrer Stärken und ihres „Wertes“ für einen zukünftigen Arbeitgeber (wieder) bewusst wurde. So konnte sie im Frühjahr tatsächlich zwischen zwei Stellen wählen. Von unschätzbarem Wert sei jedoch die unglaubliche Motivation, mit der Sabine Verwendel an ihre Arbeitssuche ging, berichtet Christiane Roers, Jobcoach bei der Akademie Klausenhof, die im Südkreis das Projekt „comeback50“ für den Kreis Borken umsetzt. „Bei ihrer Motivation und dem unbedingten Willen, an ihrer persönlichen Situation etwas zu ändern war es nur eine Frage der Zeit, bis sie eine Arbeitsstelle fand.“


Für das Projekt „comeback50“ ist die Vermittlung von nunmehr 500 älteren Langzeitarbeitslosen ein großer Erfolg: Menschen ab 50 Jahren haben es schwer, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Dies gilt ganz besonders für diejenigen, die bereits mehrere Jahre arbeitssuchend sind und beispielsweise wegen Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen den Anschluss an den Arbeitsmarkt verloren haben. „Oftmals sind ehemals erworbene Qualifikationen nicht mehr ganz zeitgemäß; auch das Selbstwertgefühl, das Wissen um eigene Stärken und Kompetenzen ist mit den Jahren verloren gegangen“, sagt Susanne Woldering vom Kreis Borken, die das Projekt „comeback50“ leitet. Umso schwieriger ist es, Ängste, im Berufsleben nicht mehr leistungsfähig genug zu sein und mithalten zu können, ernst zu nehmen und zu entkräften. „Das Beispiel von Sabine Verwendel zeigt stellvertretend für die übrigen Vermittlungen in ‚comeback50‘, dass die eigene Motivation zur Arbeitssuche der Schlüssel zum Erfolg ist: Alles andere kann man lernen!“

Fragen zum Projekt „comeback50“ beantwortet Susanne Woldering, Projektleitung im Kreis Borken, unter Tel: 02861 82-1247.


Das 500. erfolgreiche Comeback

Der Artikel „Das 500. erfolgreiche Comeback“ erschien am 28.05.2014 in der NRZ.

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Junge Pflanzen statt altes Eisen

Der Artikel „Junge Pflanzen statt altes Eisen“ erschien am 28.05.2014 in der HALLO, Ausgabe 22/2014.

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Wenn Stärken aufblühen

Der Artikel „Wenn Stärken aufblühen“ erschien am 06.06.2014 im Bocholter-Borkener Volksblatt

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Von wegen Abstellgleis

Der Artikel "Von wegen Abstellgleis - comeback50 vermittelt knapp 500 ältere Langzeitarbeitslose" erschien in der HALLO, Ausgabe 2/2014, am 08.01.2014.

 

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comeback50-Teilnehmende zufrieden

Die Auswertung der Teilnehmenden-Befragung zeigt deutlich: Die meisten, die bei comeback50 mitmachen, sind mit dem Angebot zufrieden. 405 Fragebogen zu den Veranstaltungen und Workshops wurden 2011 ausgefüllt, 84 % kreuzten bei den verschiedenen Kategorien ein „gut“ oder „sehr gut“ an.

Besonders gut schnitt der Punkt „Organisation und Durchführung“ (93% „gut“ und „sehr gut“), gefolgt von „Inhalt der Maßnahme (92 %). Ebenfalls im guten Bereich liegen die Punkte „Lernatmosphäre“, (89 %), „Lernerfolg“ (78 %), „Ausstattung“ (78 %) und „Zusammensetzung der Lerngruppe“ (76 %). Bei der Frage nach den Lehrkräften gaben 96 % der 125 Antworten ein gutes oder sehr gutes Zeugnis.

Die Teilnehmenden konnten außerdem noch angeben, was ihnen besonders gut gefallen hat. Die Antworten sind ein Zeichen, dass comeback50 auf dem richtigen Weg ist: Gut gefallen hat mir… „die offene und vertrauensvolle Atmosphäre“, „etwas für die Zukunft mit auf den Weg zu bekommen“, „dass alle, egal welche Vorbildung, den Stoff verstehen und verarbeiten konnten“.


Schwerpunkt 2012: 55Plus!

comeback50 widmet sich 2012 verstärkt Personen, die älter als 55 Jahre alt sind. Hintergrund ist die Tatsache, dass Vermittlungen bei „älteren Älteren“ stetig abnehmen. Besonders stark betroffen sind Frauen sowie Männer über 60.

Dieser Problematik wird in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit gewidmet, und speziell auf diese Gruppe ausgerichtete neue Ansätze sollen bessere Ergebnisse bringen. In gezielten individuellen Ansätzen und speziellen Workshops wird diese Gruppe besonders gefördert.

Die geplanten Workshops umfassen folgende Module:
·         Im Alltag kein Platz für Arbeit?
·         Ein Neubeginn,
·         Individuelle Motivationsarbeit und Perspektiventwicklung,
·         Alt und wertvoll – die sich verändernde Bedeutung    
           älterer Arbeitnehmer/-innen im Arbeitsmarkt,
·         Individuelle Integrationsplanung – Methoden der 
           Arbeitsmarktanalyse,
·         Existenzgründung im Alter,
·         Neue berufliche Perspektiven durch Ehrenamt,
·         Kommunikation, Konfliktbewältigung, Persönlichkeitstraining,
·         Rente – Rentenberatung durch die DRV,
·         Krankenkasse –Beratung durch KK-Vertreter und
·         Geld im Alter.

Die Workshops dauern in der Regel einen Tag und werden von qualifizierten Experten durchgeführt. Alle Module werden durch gesundheitsfördernde Elemente wie z. B. kleine Bewegungspausen und Gesundheitsübungen begleitet.


Punktgenaue Landung: Jahresergebnis 2011

137 Vermittlungen, comeback50 ist mit einer Quote von 98% genau da gelandet, wo es laut Plan hin sollte. Laut Soll-Zahl waren 140 geplant. Unter den Vermittelten waren 37% Frauen.

Besonders erfreulich ist, dass rund ein Drittel einen unbefristeten, sozialversicherungspflichtigen Job gefunden hat. Außerdem konnten 43 Teilnehmende dank comeback50 einen Minijob antreten. Insgesamt wurden 298 Teilnehmende aktiviert. Sie durchliefen meist mehrere Angebote, dazu zählten vor allem individuelle Coachings (524 Teilnahmen), Eignungsfeststellungen (546) und Qualifizierungen (349).


Volle Zielerreichung im Bundesprogramm "Perspektive 50plus"

78 regionale Beschäftigungspakte vermitteln 2011 über 70.000 ältere Langzeitarbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt

Mehr als 70.000 ältere langzeitarbeitslose Frauen und Männer sind seit Anfang 2011 durch das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Bundesprogramm "Perspektive 50plus" wieder in Beschäftigung gekommen. Damit wurden die für das Jahr 2011 gesteckten Ziele erreicht und leicht übertroffen. Insgesamt haben die im Bundesprogramm eigenverantwortlich agierenden 78 regionalen Beschäftigungspakte, zu denen auch "Reife Leistung! Süderelbe packt an" als Umsetzungsorganisation gehört, über 200.000 langzeitarbeitslose Frauen und Männer mit individuellen und auf die Regionen angepassten Maßnahmen erreicht.

Insgesamt konnten die Akteure in den 78 Paktregionen im vergangenen Jahr rund 37 Prozent der etwa 550.000 als langzeitarbeitslos registrierten Frauen und Männern über 50 Jahre ansprechen und mit zahlreichen, qualifizierten Maßnahmen unterstützen. So gesehen profitierte jeder Dritte aus der Zielgruppe von den Angeboten des Bundesprogramms. Der Anteil der vermittelten Frauen gemessen an den gesamten Vermittlungszahlen im Bundesprogramm "Perspektive 50plus" entspricht 43 Prozent. Positiv fällt weiterhin auf, dass nur 34 Prozent der geschlossenen Beschäftigungsverhältnisse in 2011 durch einen Lohnkostenzuschuss gefördert wurden. Damit nimmt die finanzielle Förderung des beruflichen Wiedereinstiegs von älteren Langzeitarbeitslosen im Vergleich zu den Vorjahren tendenziell ab (2009: 50 Prozent; 2010: 49 Prozent).

Maßgeblich zum guten Gesamtergebnis des vergangenen Jahres beigetragen hat die praktisch flächendeckende Ausweitung des Bundesprogramms. Mit dem Start der dritten Programmphase am 1. Januar 2011 ist die Anzahl der beteiligten Grundsicherungsstellen von 349 auf rund 420 gestiegen. Regionale Beschäftigungspakte verrichten ihre Arbeit für mehr Beschäftigung Älterer damit inzwischen in über 95 Prozent des gesamten Bundesgebietes.


Neue Broschüre dokumentiert Beispiele und Zahlen

Da ist der 58-Jährige, der als gelernter Weber und LKW-Fahrer drei Jahre arbeitslos war. Eigentlich ein schwieriger Fall. Doch Dank comback50 konnte er 2011 eine Stelle als Produktionshelfer finden.

Beispiele wie diese führt die neue Broschüre "Zurück ins Arbeitsleben" der Beschäftigungsinitiative auf. Hinzu kommen viele überzeugende Zahlen, z.B. dass 68 Prozent aller Vermittelten eine Vollzeitstelle finden konnten.

Seit 2009 hat comeback50 929 Personen betreut, davon konnten 280 in Arbeit vermittelt werden. Wer die 26 Seiten des Heftes durchgelesen hat, wird endgültig vom Projekt überzeugt sein!


Vom arbeitslosen KFZ-Meister zum Berufsschullehrer - Beispiel einer geglückten Integration

„Man ist nicht allein!“ – Rainer Buer, ein Beispiel für geglückte Integration Ein gutes Beispiel für eine geglückte Integration ist die Erfolgsgeschichte von Rainer Buer (Foto). Das Autohaus des KFZ-Meisters ging Pleite, weil der Mutterkonzern ganz offensichtlich das Händlernetz ausdünnen wollte. 2009 half nichts mehr, er musste Hartz IV beantragen.

Seine Beraterin im damaligen Service-Punkt ARBEIT Kreis Borken habe ihm empfohlen, sich doch einmal bei „comeback50“ in Rhede zu melden. Hier besuchte der 51-Jährige Computerkurse und Bewerbungstrainings. Was dem damals 51-Jährigen aber besonders geholfen habe, sagt er heute rückblickend, sei die Gewissheit gewesen, dass ein kompetentes Team hinter einem stehe. „Man ist nicht allein!“ Dies gab ihm den Rückhalt, sich nach Fehlschlägen in seinem Alter noch um eine Stelle zu bemühen. Dann war es geschafft: Nach einiger Zeit habe er schließlich sogar zwei neue Jobangebote bekommen. Jetzt arbeitet er als Ausbilder im Berufskolleg Borken. Dies sei eine ideale Stelle für ihn, denn er könne so seine ganze Berufserfahrung einbringen.


Service-Punkt ARBEIT heißt jetzt Jobcenter im Kreis Borken / Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis Borken geht weiter zurück

Der „Service-Punkt ARBEIT im Kreis Borken“ hat ab dem 1. Mai einen neuen Namen. Die Anlaufstelle für Langzeitarbeitslose, die auch comeback50 durchführt, wird nun „Jobcenter im Kreis Borken“ heißen. Damit setzt der Kreis eine Vorgabe des Bundes um. Ansonsten ändert sich jedoch nichts. Die Ansprechpartnerinnen und -partner vor Ort bleiben genauso identisch wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich im Kreishaus um die Rahmenbedingungen kümmern.

Insgesamt zählt die Statistik derzeit 5.309 Langzeitarbeitslose im Kreis Borken, 928 als im Vorjahresmonat, ein Trend, zu dem auch comback50 beigetragen hat. Die Quote der arbeitslosen Empfänger von Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) an den zivilen Erwerbspersonen beträgt damit im Kreis Borken unverändert 2,7 Prozent, bericht der Kreis Borken in einer Pressemitteilung. Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im April ebenfalls zurückgegangen und liegt derzeit bei 12.423 Personen (-165).

Zu dieser Gruppe gehören auch Personen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen. Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und weiterer nicht erwerbsfähiger Angehöriger haben im April 18.251 Personen (-244) in 8.677 Bedarfsgemeinschaften (-72) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. „Die wirtschaftliche Situation stimmt mich zuversichtlich, dass sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt fortsetzt“, erklärt Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster. „Ich halte es in diesem Jahr sogar für möglich, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis Borken bei anhaltend guter Konjunktur erstmals unter die Grenze von 5.000 Personen sinkt.“


Erfolgreiche comeback50-Bilanz 2010

Insgesamt 145 Vermittlungen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen.

740 Personen haben im vergangenen Jahr am Projekt comeback50 im Kreis Borken teilgenommen, und über 400 wurden mit verschiedenen Maßnahmen aktiviert. 145 Personen haben 2010 eine sozialversicherungspflichtige Stelle gefunden - davon 34 % Frauen. Rund ein Drittel hat es sogar geschafft, eine unbefristete, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung anzutreten. Bei ca. 70 % handelte es sich um Vollzeitstellen, die zum größten Teil von Männern aufgenommen wurden. 27 % aller Arbeitsverträge sind über Zeitarbeitsfirmen zustande gekommen. Hinzu kamen 5 Existenzgründungen und 38 Aufnahmen eines Mini-Jobs.


Gabriele Dües ist die 100. erfolgreiche Vermittlung seit dem Start im Sommer 2009

Die gelernte Arzthelferin hat im Alter von 58 Jahren einen Teilzeit-Job als Stationsassistentin im St. Antonius-Hospital Gronau gefunden – dank des comback50-centers in der Berufsbildungsstätte Westmünsterland (BBS) Ahaus.

Jahrelang hatte Frau Dües, die Mutter von vier Kindern ist, Hartz IV bezogen und als Minijobberin in einer Augenarztpraxis gearbeitet. Die Hoffnung auf eine sozialversicherungspflichtige Stelle hatte sie schon fast aufgegeben. "Nun keine Unterstützung mehr zu benötigen, das ist ein gutes Gefühl" sagt sie. Menschen, die einen Angehörigen zum ersten Mal auf der Intensivstation besuchen, befinden sich oft in einer emotionalen Ausnahmesituation. Zur Sorge um Partner, Eltern oder Kinder kommt häufig die Unsicherheit im Umgang mit Apparaten und Hygienevorschriften. Auf der Intensivstation des St.-Antonius-Hospitals in Gronau steht Besucherinnen und Besuchern deshalb Gabriele Dües zur Seite.

Als Stationsassistentin ist die 53-Jährige Ansprechpartnerin für Angehörige und entlastet das Pflegepersonal gleichzeitig von einigen Routinearbeiten, dazu gehören zum Beispiel die Übernahme hauswirtschaftlicher Tätigkeiten und die Menübestellung für die Patienten. „In diesem Job hilft Frau Dües ganz besonders ihre Lebenserfahrung", sagt Pflegebereichsleitung Kornelia Grötken. „Sie hat einen besonders guten Draht zu Angehörigen", ergänzt der stellvertretende Stationsleiter Michael Wessendorf.

Über das Projekt comeback50, das bei der Vermittlung älterer Langzeitarbeitsloser hilft, hat Gabriele Dües den Teilzeit-Job im St.-Antonius-Hospital gefunden. Sie ist die 100. erfolgreiche Vermittlung des Projekts seit dem Start im Sommer 2009. Mittlerweile ist die Zahl noch weiter geklettert. 128 Langzeitarbeitslose, allesamt älter als 48 Jahre, haben über comeback50 einen neuen, festen Arbeitsplatz gefunden. „Ein tolles Ergebnis", findet Projektleiterin Susanne Woldering vom Jobcenter des Kreises Borken. Insgesamt 670 Männer und Frauen haben inzwischen Kontakt zu den Expertinnen und Experten aufgenommen, die versuchen, sie mit passgenauen Angeboten fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Denn mit zunehmendem Alter wird die Luft auf dem Arbeitsmarkt häufig dünner.

Im Herbst des vergangenen Jahres hatte Gabriele Dües ihren ersten Termin bei Mia Senden, ihrem Jobcoach. Die Mitarbeiterin der Berufsbildungsstätte Westmünsterland (BBS) in Ahaus überlegte gemeinsam mit der gelernten Arzthelferin, wo ihre Stärken liegen und wo sich beruflich neue Türen öffnen könnten. „Als ich dann gehört habe, dass das St.-Antonius-Hospital eine Mitarbeiterin mit medizinischen Vorkenntnissen sucht, habe ich gleich an Frau Dües gedacht", berichtet Mia Senden. Vorstellungsgespräch und das Probearbeiten liefen gut, dann konnte Gabriele Dües den lang ersehnten Arbeitsvertrag unterschreiben.


PRO-Job50+

Seit dem 14.04.2010 fördert der Kreis Borken in besonderem Maße Beschäftigungsverhältnisse, die zwischen Unternehmen und älteren, im Kreisgebiet ansässigen arbeitslosen Menschen zustande kommen.

Diese neue Vermittlungsoffensive nennt sich PRO-Job50+ und ist ein Zuschuss an jenen Arbeitgeber, der mit einem älteren, langzeitarbeitslosen Menschen ein mindestens 12-monatiges Beschäftigungsverhältnis eingeht.

Informationen hierzu gibt es in den Service-Punkten der Städte und Gemeinden im Kreis Borken oder im Kreishaus bei Susanne Woldering unter Tel: 02861 82-1247.